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Fortbildung für Betreuungskräfte und Pflegeteams

Sexualität im Alter – Würde, Nähe und Lebensqualität erhalten

Sexualität endet nicht mit dem Alter – sie verändert sich. Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit bleiben lebenslange Bedürfnisse. Gerade in der Pflege zeigen sich jedoch oft Unsicherheit, Scham oder Tabuisierung. Bewohnerinnen und Bewohner, auch mit Demenz, erleben weiterhin Wünsche nach Intimität, Berührung und Anerkennung – manchmal auf ungewohnte oder herausfordernde Weise. Für Pflege- und Betreuungskräfte stellt dies eine besondere Aufgabe dar: Würde und Selbstbestimmung achten, Grenzen wahren und gleichzeitig einen professionellen Umgang finden.

Unsere Fortbildung „Sexualität im Alter“ eröffnet einen geschützten Raum, um dieses sensible Thema offen und praxisnah zu bearbeiten. Sie vermittelt Wissen, stärkt die Haltung und gibt konkrete Handlungsstrategien für den Betreuungsalltag.

Inhaltlich werden wir uns mit dem Tabuthema Sexualität als Grundbedürfnis beschäftigen: WHO-Definition, Ebenen von Lust, Beziehung und Fortpflanzung. Die Einflüsse im Alter auf die Sexualität: Wirkung von Krankheiten, Medikamenten, Demenz und psychosozialen Faktoren. Die Problematik Sexualität und Demenz: Veränderungen im Verhalten verstehen, Enthemmung professionell einordnen. Dies führt zu fordernden Alltagssituationen: Typische Herausforderungen – von unangemessenem Verhalten bis zu intimen Wünschen – erkennen und kompetent begleiten. Dabei gilt es immer, die Eigene Haltung zu reflektieren: Biografie, Werte und persönliche Grenzen im Umgang mit Bewohnerinnen und Bewohnern. Wir werden uns auseinandersetzten mit der Sexuellen Vielfalt im Alter: LSBTIQ, queer-sensible Pflege und diskriminierungsfreie Unterstützung. Wir werden mit sensiblen Praxisübungen wie Rollenspiele, Reflexionscafés und Fallbeispiele für mehr Handlungssicherheit jederzeit eine praxisnahe Gestaltung auch bei diesem intimen Thema anstreben.

Ihre Dozentin: Sabine Arndt-Packhäuser – Cand. Berufspädagogik (Master), B.A. Pflegemanagement, Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, gerontopsychiatrische Fachkraft, geprüfte Präventologin®

Weiterführende Informationen:

Fragen zum Seminar Sexualität im Alter

Zielgruppe

  • Diese Fortbildung richtet sich an Betreuungskräfte, Pflegekräfte, Alltagsbegleiter sowie Fachkräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen, die im Alltag mit Fragen zu Sexualität, Nähe und Intimität im Alter konfrontiert sind.

Ziel

  • Die TN gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Sexualität und Intimität im Pflegealltag
  • Abbau von Unsicherheiten und Tabus
  • Die TN erlernen einen wertschätzenden und professioneller Umgang mit Bewohnerbedürfnissen
  • Förderung von Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität älterer Menschen

Inhalte

  • Sexualität als Grundbedürfnis: WHO-Definition, Ebenen von Lust, Beziehung und Fortpflanzung.
  • Einflüsse im Alter: Wirkung von Krankheiten, Medikamenten, Demenz und psychosozialen Faktoren.
  • Sexualität und Demenz: Veränderungen im Verhalten verstehen, Enthemmung professionell einordnen.
  • Alltagssituationen: Typische Herausforderungen – von unangemessenem Verhalten bis zu intimen Wünschen – erkennen und kompetent begleiten.
  • Eigene Haltung reflektieren: Biografie, Werte und persönliche Grenzen im Umgang mit Bewohnerinnen und Bewohnern.
  • Sexuelle Vielfalt im Alter: LSBTIQ, queer-sensible Pflege und diskriminierungsfreie Unterstützung.
  • Sexualassistenz und Begleitung: Unterschiede, Möglichkeiten und Grenzen.
  • Praxisübungen: Rollenspiele, Reflexionscafés und Fallbeispiele für mehr Handlungssicherheit.

Umfang

  • 1 Seminartag mit 8 Unterrichtseinheiten
  • Anerkennung als Vertiefungstag nach § 53 b in Verbindung mit § 43b SGB XI

Noch Fragen

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