Fortbildung für Betreuungskräfte und Pflegeteams
Sinnesanregung und Lebensqualität für bettlägerige Menschen
Bettlägerige Menschen brauchen mehr als Versorgung – sie brauchen Sinnesanregung, Nähe und Lebensfreude. In unserer praxisnahen Fortbildung lernen Betreuungskräfte, wie Aktivierung im Bett und Snoezelen mit einfachen Methoden Beweglichkeit, Wohlbefinden und Selbstbestimmung fördern.
„Stellen Sie sich vor, Sie sehen Tag für Tag dieselbe Zimmerdecke – ohne die Möglichkeit, aus eigener Kraft etwas daran zu ändern.“ Für viele bettlägerige Bewohnerinnen und Bewohner ist dies Realität. Das Bett wird zum Lebensmittelpunkt: auf 1,9 m² findet Wohnen, Essen, Waschen und Ruhen statt. Häufig bleiben dabei Lebensfreude, Sinneserfahrungen und soziale Kontakte auf der Strecke. Reizarmut, Abhängigkeit und Isolation sind die Folgen.
Doch es geht auch anders: Schon kleine, gezielte Impulse können Menschen im Bett spüren lassen, dass sie gesehen, gehört und wertgeschätzt werden. Eine sanfte Berührung, ein vertrauter Duft, Musik aus der Jugendzeit oder ein Snoezelen-Angebot schaffen Momente von Wohlbefinden, Orientierung und Selbstbestimmung. Diese Fortbildung zeigt, wie Betreuungskräfte mit einfachen Mitteln große Wirkung erzielen können.
Es gilt sich hineinzuversetzen und den Lebensraum Bett zu verstehen: Auswirkungen von Bettlägerigkeit auf Körper, Psyche und soziale Teilhabe. Eine gute Möglichkeit der Unterstützung bietet die Basale Stimulation: Wahrnehmung fördern, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Wir müssen lernen, den Menschen in der Bettlägerigkeit zu aktivieren mit allen Sinnen: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten – praktische Methoden für die Sinnenanregung. Im Bett zu liegen, muss nicht heißen, sich gar nicht mehr zu bewegen – wir müssen Bewegung im Bett ermöglichen: Sanfte Übungen, Klopfmassagen, kleine Bewegungsprogramme, die Freude und Aktivität fördern. Ein bewährtes Instrument aus den Niederlanden ist das Snoezelen: Von Licht- und Klangreisen bis zu mobilen Angeboten – Atmosphäre gestalten, Reize dosieren. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten, der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Alltagsnahe Ideen: „Kochen am Bett“, Kaffeeklatsch, Malen im Liegen oder Fantasiereisen für mehr Abwechslung.
Ihre Dozentin: Sabine Arndt-Packhäuser – Cand. Berufspädagogik (Master), B.A. Pflegemanagement, Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, gerontopsychiatrische Fachkraft, geprüfte Präventologin®
Weiterführende Informationen:
Fragen zum Seminar Aktivierung im Bett & Snoezelen
Zielgruppe
- Die Fortbildung richtet sich an Betreuungskräfte, Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, Pflegehelferinnen und -helfer sowie Fachkräfte, die Menschen im Bett nicht nur versorgen, sondern aktiv in ihrer Lebenswelt unterstützen möchten.
Ziel
- Sicherheit in der Gestaltung von Aktivierungen für bettlägerige Menschen.
- Konkrete Praxisideen für die sofortige Anwendung im Betreuungsalltag.
- Mehr Verständnis für die Bedürfnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern.
- Methoden, die Lebensqualität, Sinneserfahrungen und soziale Kontakte nachhaltig fördern.
Inhalte
- Lebensraum Bett verstehen: Auswirkungen von Bettlägerigkeit auf Körper, Psyche und soziale Teilhabe.
- Basale Stimulation: Wahrnehmung fördern, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.
- Aktivieren mit allen Sinnen: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten – praktische Methoden für die Sinnenanregung.
- Bewegung im Bett ermöglichen: Sanfte Übungen, Klopfmassagen, kleine Bewegungsprogramme, die Freude und Aktivität fördern.
- Snoezelen kennenlernen und umsetzen: Von Licht- und Klangreisen bis zu mobilen Angeboten – Atmosphäre gestalten, Reize dosieren.
- Alltagsnahe Ideen: „Kochen am Bett“, Kaffeeklatsch, Malen im Liegen oder Fantasiereisen für mehr Abwechslung.
Umfang
- 1 Seminartag mit 8 Unterrichtseinheiten
- Anerkennung als Vertiefungstag nach § 53 b in Verbindung mit § 43b SGB XI